Bedenkenswert?


An anderer Stelle las ich ein Gedicht, welches wohl dazu gedacht ist, Atheisten zum christlichen Glauben zu bekehren:

„Armer Christ“ sprach einst ein Atheist,
„wie du doch betrogen bist,
wenn der Himmel eine Fabel ist.“
„Atheist“, so sprach der Christ,
„wie erst du betrogen bist,
wenn die Hölle keine Fabel ist.“

Oder um in den Worten des christlichen Gottes zu sprechen: „Liebe mich und bete mich an! Sonst werde ich dich auf ewig im Feuer foltern.“

Man nennt das die Analogie vom Mafiaboss. Dieser sagt seinem Opfer: „Ich zwinge dich zu nichts. Dir steht es vollkommen frei, mein wirklich preisgünstiges Angebot auszuschlagen. Aber falls du ablehnst, dann wundere dich nicht, wenn dir etwas zustößt.“

Ein anschauliches Stückchen christlicher Moral.

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12 Antworten to “Bedenkenswert?”

  1. Frischer Wind Says:

    Freut mich, dass die Zeilen Friedrich Rückerts Sie so ansprechen. Ich ahnte nicht, dass Er Ihnen schon so nahe ist… ;-)
    (wie z. B. ein Mafiaboss seinem Opfer – oder wie ein Vater seinem Kind?).
    Gott zwingt niemanden. Nicht nur Christen, auch Atheisten (oder wie sie alle heißen) haben einen freien Willen – und Verstand, meistens jedenfalls…

  2. spritkopf Says:

    „Gott zwingt niemanden.“

    Ich danke Ihnen für diese Erwähnung des Offensichtlichen. Genau darum heißt sie ja Mafiaboss-Analogie. Aber wie schon meine Oma sagte: Doppelt hält besser.

  3. Frischer Wind Says:

    Tut mir leid, dass Sie so schlechte Erfahrungen mit Ihrem Vater gemacht haben – von dem Sie nicht einmal wissen, ob es Ihr (leiblicher) Vater ist. Oder haben Sie schon… ? ;-)

  4. spritkopf Says:

    Sie scheinen ein wenig verwirrt zu sein. Oder warum reden Sie dieses zusammenhanglose Zeug über meinen Vater daher? Sind das vielleicht Spätfolgen dessen, dass Sie sich neben Ihrem leiblichen Vater noch einen imaginären Übervater in den Wolken einbilden?

    Dawkins lag mit seinem Buchtitel vom Gotteswahn offenbar doch richtiger, als ich angenommen hätte.

  5. Frischer Wind Says:

    Warum denn schon wieder so aggressiv? Aber das kennen wir ja schon. Ich bin dann mal wieder weg, ich will Sie nicht weiter verwirren. :-)

    Ach ja. Um die Anspielung auf Ihren Vater (?) zu verstehen, muss man natürlich die Kommentare hier gelesen haben:
    http://frischer-wind.blogspot.de/2012/04/frage-die-die-sich-atheisten-nennen.html

    Sie wissen doch ganz genau, dass Dawkins sich mit seiner Pseudo-Wissenschaftlichkeit, was dieses Buch angeht, als Wissenschaftler nur lächerlich gemacht hat (dass er in seinem Fach gut war, bestreite ich nicht).

  6. spritkopf Says:

    Ach, Sie wittern Aggressivität, obwohl ich nur eine simple Frage gestellt habe? Na dann.

    In den Kommentaren auf Ihrem Blog haben wir über meine Mutter geredet, beziehungsweise Sie haben das getan. Auch habe ich damals schon nicht Ihr Motiv begriffen, warum Sie unbedingt eine persönliche und im übrigen reichlich alberne Unterstellung aus Ihrem Vergleich mit den Familienähnlichkeiten konstruieren wollten. Wenn Sie das jetzt hier fortführen wollen, können Sie das gerne tun, nur sagt das mehr über Ihren Charakter aus als über meinen.

    Ich weiß ja nicht, ob Sie das Buch von Dawkins gelesen haben, aber es ist nie als wissenschaftliche Abhandlung gedacht gewesen. Daher geht Ihr Vorwurf der Pseudowissenschaftlichkeit vollkommen an der Sache vorbei. Dawkins seziert in dem Buch die Behauptungen, die von der Bibel und den verschiedenen Kirchen gemacht werden, und dass es dabei phasenweise lächerlich wird, liegt an der Lächerlichkeit und Irrationalität der christlichen Lehre, nicht an Dawkins.

  7. awmrkl Says:

    ein weiteres Zitat (sinngemäß), das ebenfalls die Nähe zu mafiösen und erpresserischen Strukturen aufweist, wie sie zumindest der RKK eigen sind

    „Ich mache ein Angebot, das Du nicht ablehnen kannst“ (Der Pate)

    Nicht umsonst sind noch heute die Mafia und die RKK mindestens in Italien praktisch untrennbar verbunden …
    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man es für Realsatire halten.

    Schön lustig auch die von „Frischer-Wind“ verlinkte Diskussion. Komplette Bankrotterklärung ohne es überhaupt zu merken. Hat mich sehr amüsiert.

  8. spritkopf Says:

    Den letzten Kommentar von mir hat FrischerWind gar nicht mehr freigeschaltet. Kannste aber hier lesen. ;-)

  9. Frischer Wind Says:

    Dawkins Gotteswahn ist also „nie als wissenschaftliche Abhandlung gedacht gewesen“.
    Na also. Schön, dass sie das so (ein-)sehen.

    Mein „Motiv“ war im Übrigen, Ihnen begreiflch zu machen, dass auch Sie abhängig sind von dem Vertrauen in die Aussagen anderer Menschen, deren Wahrheitsgehalt sie nur annehmen aber nicht bewiesen haben.

  10. spritkopf Says:

    Dawkins Gotteswahn ist also “nie als wissenschaftliche Abhandlung gedacht gewesen”.
    Na also. Schön, dass sie das so (ein-)sehen.

    Das habe ich schon bei der Debatte auf Ihrem Blog gemerkt, dass Sie mit Wissenschaft und mit Fakten nicht viel am Hut haben. Daher ist für mich auch nachvollziehbar, dass Sie Dawkins‘ Buch gar nicht einzuschätzen wußten (haben Sie es überhaupt gelesen oder plappern Sie nur nach, was andere christliche Kritiker darüber schrieben?). Ihre Argumentation bestand aus der gebetsmühlenartigen Wiederholung von „Sie haben unrecht und XYZ nicht verstanden.“, aber wo und wie genau ich unrecht hatte, wollten oder konnten Sie mir nicht sagen.

    Mein “Motiv” war im Übrigen, Ihnen begreiflch zu machen, dass auch Sie abhängig sind von dem Vertrauen in die Aussagen anderer Menschen, deren Wahrheitsgehalt sie nur annehmen aber nicht bewiesen haben.

    Nee, is‘ klar. Eine Formulierung wie „Tut mir leid, dass Sie so schlechte Erfahrungen mit Ihrem Vater gemacht haben – von dem Sie nicht einmal wissen, ob es Ihr (leiblicher) Vater ist.“ ist in keinster Weise als schmierige Unterstellung gedacht gewesen. Machen Sie sich doch nicht lächerlich!

  11. Keinkatholik Says:

    Mein “Motiv” war im Übrigen, Ihnen begreiflch zu machen, dass auch Sie abhängig sind von dem Vertrauen in die Aussagen anderer Menschen, deren Wahrheitsgehalt sie nur annehmen aber nicht bewiesen haben.

    Mal ganz abgesehen von dem ganzen Gezänke hier. Ich habe die Diskussion auf dem Blog bei „Frischer Wind“ gerade eben gelesen (zumindest teilweise). Und ich habe sie auf Anhieb ganz genauso verstanden, wie sie von „Frischer Wind“ hier nochmals erklärt wird. Was ist daran nicht eindeutig? Was ist daran nicht zu verstehen? Und was soll daran schmierig sein?:

    Zitat vom Blog „Frischer Wind“:

    Die Botschaft des Evangeliums ist wirklich wahr. Ich kann mich dabei auf die Augen- und Ohrenzeugen verlassen, die all das gesehen und gehört haben.

    Sie mögen Ihrer leiblichen Mutter nicht glauben, dass sie Sie geboren hat. Das steht Ihnen frei. Oder glauben Sie garnicht, dass Napoleon wirklich existiert hat? Rational kann ich das nachvollziehen, aber es tut mir für Sie leid, dass Sie keinerlei Vertrauen in das Zeugnis anderer aufbringen. Sehen Sie, dass unterscheidet uns:
    Ich glaube Augen- und Ohrenzeugen, Sie haben nicht einmal Vertrauen in die Aussagen Ihrer Mutter. Oder doch (und wenn ja, aus welchem Grunde)?

    …………….Halten wir also fest. Ich glaube, weil ich mich auf geschichtlich einwandfrei nachweisbare Zeugen berufen kann, Sie glauben nicht, weil Ihnen das Vertrauen fehlt. Welche Haltung finden Sie rationaler?

    Ihre Mutter ist hier der „Augen- und Ohrenzeuge“. Genauso wie die Geschichtsschreiber Napoleons Existenz bezeugen können, so bezeugt Ihre Mutter, dass sie ihres Vaters Sohn sind. Das können sie nun glauben oder daran zweifeln. Und Sie glauben Ihrer Mutter anscheinend (und den Geschichtsschreibern von Napoleon nehme ich mal an auch), weil sie Ihnen vertrauenswürdig erscheint. Und der christliche Glaube ist ebenfalls vertrauenswürdig, weil er sich auf „geschichtlich einwandfrei nachweisbare Zeugen“ berufen kann. (ohne dass ich persönlich das jetzt weiter erläutern werde, weil ich keine Lust auf das übliche Hickhack, dass meist darauf folgt, habe). Und weil den Christen diese Zeugen vertrauenswürdig erscheinen, glauben sie ihnen. Das hat „Frischer Wind“ damit gemeint. Eigentlich ganz einfach zu verstehen. Das war ein Vergleich, dass man auch vertrauen kann (und dass jeder von uns in der einen oder anderen Weise auf Dinge vertraut), ohne irgendwelche wissenschaftliche Beweise dafür zu haben oder zu verlangen. Es kommt also immer auf die Vertrauenswürdigkeit der jeweiligen Person an, ob man ihr glaubt. (Manchmal WILL man an sich vertrauenswürdigen Personen aber vielleicht auch nicht glauben, weil einem die Dinge nicht in den Kram passen, die diese sagen und man verschanzt sich dann hinter „nicht wiss. bewiesen“ – Könnte das in diesem Fall vielleicht zutreffen?) Sie vertrauen „den Augenzeugen des Lebens Jesu“ nicht. Christen vertrauen ihnen (und dafür gibt es gute Gründe). Und die persönliche Erfahrung bestätigt dann ihren Glauben. Das ist der Unterschied zwischen uns.

  12. spritkopf Says:

    Und der christliche Glaube ist ebenfalls vertrauenswürdig, weil er sich auf “geschichtlich einwandfrei nachweisbare Zeugen” berufen kann. (ohne dass ich persönlich das jetzt weiter erläutern werde, weil ich keine Lust auf das übliche Hickhack, dass meist darauf folgt, habe).

    Ich habe beim Frischen Wind und später hier erklärt (unter Rückgriff auf christliche Theologen), warum das mit den geschichtlich einwandfrei nachweisbaren Zeugen Kokolores ist. Wenn du das ignorieren möchtest, können wir uns den Rest der Diskussion sparen.

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