First Light


Für ein Teleskop ist das sogenannte „erste Licht“ das, welches beim ersten Einsatz auf die Linsen bzw. die Spiegel fällt. Dieser Tag war für mein neues Teleskop gestern.

Teleskop

Skywatcher Refraktor 120/1000mm (eigenes Bild)

Bei dem Teleskop handelt es sich um ein Skywatcher Evostar 120, einem Refraktor (Linsenteleskop) mit 120 mm Öffnung und einer Brennweite von 1000 mm. Es sitzt auf einer manuellen Montierung NEQ-5, ebenfalls von Skywatcher.

Für das erste Licht bin ich nicht raus in die Pampa gefahren, sondern habe das Teleskop auf dem Balkon aufgestellt. Das ist zwar nicht ideal, da man so die für städtisches Umfeld typische Lichtverschmutzung hat, aber für mich ist dieses Hobby neu und die ersten Tests des Teleskops möchte man nicht unbedingt irgendwo auf einem abgelegenen Acker machen. Dankenswerterweise war es auch gestern abend nicht so eisigkalt und so konnte ich eine ganze Zeit mit verschiedenen Okularen herumprobieren, ohne mir dabei die Finger abzufrieren.

Zum Abschluss des Abends holte ich meinen Laptop auf den Balkon und schloss über den mitgekauften C-Mount-Adapter eine Kamera an, um ein paar Bilder vom Mond zu schießen. In Ratgebern für die Astronomie heißt es, dass der Balkon nicht der ideale Einsatzort für Teleskope ist, da die um jedes Haus zu findenden warmen Luftströmungen für größere Luftunruhe (Seeing) sorgen und die Bildschärfe sich immer wieder verändert. Genau so war es auch in meinem Fall, wobei mit fortschreitendem Abend das Problem immer größer zu werden schien. Hier ist ein Bild dieser Serie, aufgenommen mit einer 6MP-Monochromkamera von IDS mit eingeschraubtem Gelbfilter:

Mond

Der Mond durchs Teleskop betrachtet (eigenes Bild)

Sicherlich noch nicht das Gelbe vom Ei, aber für den allerersten Tag mit dem neuen Hobby und dem neuen Teleskop geht es, wie ich finde. Es gibt auf jeden Fall eine Menge zu lernen.

Auf das Teleskop aufmerksam gemacht hat mich übrigens Alderamin von Alpha Cephei. Er war es auch, der mich bei einem gemeinsamen Abend mit seinem Teleskop „angefixt“ hat. Wer ebenfalls an der Astronomie interessiert ist und gerne wissen möchte, welches Teleskop er kaufen sollte, dem kann ich seine Serie zur Teleskopauswahl empfehlen, die er noch nicht bei Alpha Cephei selbst, sondern als Gastbeitrag bei Florian Freistetter veröffentlicht hat.

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9 Antworten to “First Light”

  1. Alderamin Says:

    Hallo Spritkopf, ist doch schon ganz ordentlich. Jetzt noch ein paar schöne Superweitwinkel-Okulare, und Du schwebst wie im Raumschiff über den Mond! :-)

  2. Alderamin Says:

    Ist es jetzt eigentlich die Montierung mit Goto geworden?

  3. spritkopf Says:

    Hallo Alderamin, danke für die Ermunterung. Nein, ich habe die Montierung erstmal nur mit händischer Bedienung gekauft. Und festgestellt, dass man in diesem Fall mit langen Armen besser dran ist, weil die Drehknöpfe zur Verstellung je nach Ausrichtung des Teleskops recht weit vom Okular entfernt angeordnet sind.

  4. Alderamin Says:

    Wenn Du Planeten schauen willst, wirst Du um einen Motor kaum herumkommen (muss nicht Goto sein, aber Nachführung). Sonst kommst Du bei hoher Vergrößerung (250x) vor lauter Kurbeln nicht zum Schauen. Man kann, glaube ich, die Motoren zuerst nachrüsten und die Goto-Steuerung später (was allerdings teuerer ist, als gleich Motor mit Goto einzubauen).

  5. spritkopf Says:

    @Alderamin
    Wenn Motornachrüstung, dann mache ich die gleich mit Goto.

    Was würdest du denn für ein Okular für hohe Vergrößerungen empfehlen? Habe zum Teleskop auch gleich diesen Okularkoffer mitgekauft und auch kurz das 6mm-Okular ausprobiert, aber dieses hat ein ziemlich kleines Gesichtsfeld. Wobei – durch das 15mm-Okular aus dem Set war sehr gut schauen, das könnte ich mal in Kombination mit der Barlowlinse probieren.

  6. Alderamin Says:

    Ach so, ich dachte, Du hättest nur die üblichen 20- und 10-mm-Okulare die bei den Skywatchern dabei sind. Die Super-Plössls im Koffer sind gut und schön scharf, auch fotografisch zur Projektion zu gebrauchen. Ich vermisse höchstens ein ca. 40 mm 2″-Weitwinkel-Okular (z.B. TSWA38 oder als Kit mit 2″ Zenitspiegel) für große Objekte wie die Plejaden, den Doppelsternhaufen oder den Andromeda-Nebel.

    Natürlich gibt’s auch noch Superweitwinkel-Okulare mt 80°-100° Blickfeld, das macht eine Menge her, aber die kosten das Stück dann so viel wie der ganze Koffer, oder auch das Doppelte – das macht im Moment keinen Sinn für Dich und dieses Teleskop. Mit dem Koffer bist Du bei diesem Telskop gut ausgerüstet.

  7. spritkopf Says:

    oder als Kit mit 2″ Zenitspiegel

    Bringt der Zenitspiegel aus dem Kit denn Vorteile gegenüber dem, der beim Teleskop dabei war? Der verarztet ebenfalls 2″-Okulare.

  8. Alderamin Says:

    Nein, wenn er selbst 2″ Durchmesser hat, dann nicht. Ich wusste nur nicht, ob bei dem Teleskop schon ein Spiegel dabei war (im Koffer ja offenbar nicht). Bei meinem war einer dabei, aber das war ja das etwas teuerere ED-Modell. Wahrscheinlich hast Du dann genau den gleichen wie ich.

  9. Alderamin Says:

    Ich wusste nur nicht, ob bei dem Teleskop schon ein Spiegel dabei war

    Ich hätte natürlich auch einfach nochmal zu dem Bild oben hochscrollen können… m-(

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