Oh nein! Sie haben uns wieder angelogen!


Da haben die Amerikaner doch glatt behauptet, sie hätten HAARP im Juni diesen Jahres abgeschaltet. Was sehe ich jedoch, als ich heute morgen aus dem Fenster schaue?

Haarp900p

Das hier!

Dies kann nur eines bedeuten: Die teuflische Anlage in Alaska ist wieder aktiv und überzieht uns mit elektromagnetischen Wellen, die uns unter Gedankenkontrolle stellen und Erdbeben verursachen. Und wo HAARP im Spiel ist, sind natürlich auch die bösen Chemtrails nicht weit (behaupten wenigstens die Aktivisten der, ähm, Bürgerinitiative „Sauberer Himmel“).

Bevor jetzt allerdings jemand meint, ich sei ebenfalls den Verschwörungstheorien rund um HAARP aufgesessen, möchte ich eines klarstellen: All diese Spekulationen um Wolkenformationen und menschgemachte Erdbebenwellen sind blanker Mumpitz. Die von mir fotografierten Wolkenformen haben nichts mit einer Ausrichtung an einem elektromagnetischen Feld zu tun, sondern sie sind natürlichen Ursprungs und wurden schon vor mehr als 100 Jahren beschrieben.

Aber führen wir zu diesem Zweck ein kleines Gedankenexperiment zum Haiti-Erdbeben durch, welches laut dem mittlerweile verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez angeblich von HAARP verursacht wurde. Zu diesem Erdbeben finden wir u. a. ausführliche Informationen in einem Report des US Geological Survey, dem man entnehmen kann, dass das Erdbeben in einer Tiefe von ca. 13 Kilometern stattfand, eine maximale Geländeverschiebung von fünf Metern aufwies und dass das Gebiet, welches von Verschiebungen größer als zwei Metern betroffen war, ungefähr 30 x 15 km maß.

Sehr grob vereinfacht heißt das, dass wir einen Quader von ca. 5.850 Kubikkilometern (30 x 15 x 13 km) massivem Gestein ruckartig um einige Meter verschieben müssen, um einen Effekt wie am 12. Januar 2010 in Haiti zu erhalten. Ein solcher Gesteinsquader hat übrigens bei einer durchschnittlichen Dichte von 2,8 g/cm² eine Masse von 16,4 Billionen Tonnen (ein Kubikmeter wiegt 2,8 Tonnen und ein Kubikkilometer 2,8 Milliarden Tonnen).

Nun zu HAARP. Dieses bringt eine Leistung von 3,6 Megawatt auf, also etwa entsprechend 4.500 Küchenmikrowellengeräten mit einer Leistung von 800 W. Teilen wir nun die 5.850 Kubikkilometer Gestein, die wir verschieben wollen (in Wirklichkeit waren es weit mehr), durch die 4.600 Mikrowellengeräte und wir erhalten als Ergebnis einen guten Kubikkilometer Fels pro Gerät.

Wenn wir somit das tun wollten, was laut dem durchgeknallten Herrn Chavez die Amerikaner in Haiti verbrachen, dann müssen wir mit unserer Erdbebenwaffe für Arme (a.k.a. Haushaltsmikrowelle) einen Kubikkilometer Gestein um mehrere Meter bewegen, sprich einen Würfel von 1000 Metern Länge, 1000 Metern Breite und 1000 Metern Höhe. Bauen wir also das Magnetron aus unserer Mikrowelle aus, richten es mittels einer Parabolantenne auf den Gesteinswürfel und schalten ein!

Na, was meint der geneigte Verschwörungstheoretiker? Wird der Würfel sich bewegen? Oder müssen wir ihn vielleicht kleiner und weniger massiv wählen? Eventuell ein Hochhaus? Oder doch nur ein Einfamilienhaus? Einen Straßenpoller? Einen Ziegelstein?

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