Land unter in Lourdes


Zum dritten Male innerhalb eines Jahres droht die heilige Quelle von Lourdes vom angrenzenden Fluss Gave de Pau überflutet zu werden. Die letzten Flusshochwässer im Oktober 2012 und im Juni dieses Jahres hatten bereits Millionenschäden in der heiligen Grotte verursacht.

Jedoch scheint man im zuständigen Bistum Tarbes et Lourdes nicht die richtigen Schlüsse aus dem Hochwasser ziehen zu wollen. Eigentlich sollte es die Verantwortlichen nachdenklich machen, dass ihr allmächtiger Gott gleich mehrfach hintereinander die Wallfahrtsstätte unter Wasser setzen will, anstatt sie vor den reißenden Fluten zu beschützen. Vielleicht ist dies ja eine Unwillensbekundung, weil ihm der ganze Rummel und die Geldmacherei auf den Heiligen Geist geht. Oder er möchte den Fischen im Gave de Pau auch einen Schuss heiliges Quellwasser zukommen lassen, zumal flussabwärts in Bayonne die chemische Industrie mit ihren Abwasserrohren lauert.

Oder aber – sicher der für die Herren Klerikalen unangenehmste Gedanke überhaupt – es gibt diesen allmächtigen Gott gar nicht. Und das Hochwasser kommt unabhängig davon, ob am Fluss keine, eine oder zehn heilige Stätten liegen.

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