Potenzierter Schwachsinn


Glaubt man einer Umfrage des Allensbach-Institutes, dann hat zwar die Hälfte aller erwachsenen Deutschen schon einmal ein homöopathisches Mittel eingenommen, aber nur ein Bruchteil weiß, was eigentlich hinter der Homöopathie steckt. Die meisten Menschen glauben, homöopathische Mittel seien „irgendetwas mit Natur“ und in geringer Dosierung. Dies wäre wenigstens zur Hälfte wahr, sofern man das Sekret von Syphilitikern oder Hundescheiße als natürlichen Inhaltsstoff ansehen mag.

Von geringer Dosierung zu sprechen kommt allerdings in den meisten Fällen einer groben Untertreibung gleich. Ein wesentlicher Schritt bei der Herstellung von Homöopathika ist nämlich das Verdünnen des Wirkstoffextraktes, der sogenannten Urtinktur, im Verhältnis 1:10 oder 1:100. Dieser Verdünnungsvorgang, im homöopathischen Sprachgebrauch Potenzierung genannt, wird gleich mehrfach wiederholt. Bei sechsfacher Wiederholung dieser Prozedur bei einem Verdünnungsverhältnis von 1:10 ergibt dies einen Teil Wirkstoff auf eine Million (= 10^6) Teile Wasser. Wie oft die Potenzierung wiederholt wurde und ob dies mit einer 1:10- oder einer 1:100-Verdünnung geschah, läßt sich am Buchstaben-Zahlen-Code des Mittels ablesen. 10er-Potenzierungen werden mit einem D gekennzeichnet, 100er-Potenzierungen mit einem C, somit würde unser Beispielmittel mit dem Code D6 gekennzeichnet werden.

In der Homöopathie gilt eine millionenfache Verdünnung jedoch eher als Niedrigpotenz. Eine häufig angewandte und von Homöopathiebegründer Hahnemann empfohlene Potenz ist D30. Diese entspricht einem Teil Wirkstoffextrakt auf 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Teilen Wasser (einer Zahl mit 30 Nullen). Da eine solch Zahl außerhalb jeder Vorstellungskraft liegt, habe ich in LibreOffice (dem früheren OpenOffice) ein Kalkulationsblatt erstellt, mit dem man berechnen kann, wie groß eine mit Wasser gefüllte Kugel sein müsste, um in ihr eine bestimmte Menge Wirkstoffextrakt gemäß den homöopathischen Vorschriften zu verdünnen.

Potenzierung

Im gezeigten Beispiel wird auf eine D23-Potenz verdünnt (Felder B5 und B6). Im Feld B10 gibt man an, wieviel Milliliter Urtinktur verdünnt werden sollen (in unserem Beispiel 20 ml, der Inhalt eines Schnapsglases). Lässt man das Feld B10 leer, wird als zu verdünnende Menge ein Tropfen angenommen (15 – 20 Tropfen ergeben etwa einen Milliliter).

Hier erkennt man schon, wie absurd das Ganze wird. Um unser Schnapsglas Wirkstoffextrakt auf D23 zu „potenzieren“, benötigen wir zwei Milliarden Kubikkilometer Wasser (Feld B16). Dies entspricht einer mit Wasser gefüllten Kugel von 1.563 km Durchmesser und würde die Menge sämtlichen auf der Erde befindlichen Wassers um das 1,4fache übersteigen (siehe Feld C25).

Andere noch bizarrere Beispiele: Um ein Wasserglas mit 250 ml Wirkstoffextrakt auf die übliche D30-Potenz zu bringen, benötigen wir 250.000.000.000.000.000 Kubikkilometer Wasser. Ein entsprechender Wasserball hätte einen Durchmesser von ca. 780.000 km und wir könnten die Erde samt dem sie umkreisenden Mond darin unterbringen, ohne diesen aus seiner Umlaufbahn nehmen zu müssen.

Für eine C30-Potenzierung müssten wir eine Kugel mit einem Durchmesser von 51 Lichtjahren (knapp 500 Billionen Kilometer) mit Wasser füllen und einen Tropfen Wirkstoffextrakt hineingeben. Bei einer C35-Potenz hätte dieser Ball schon den Durchmesser unserer Milchstraße (ca. 100.000 Lichtjahre). Und um einen Tropfen auf eine C60-Potenz (bei vielen Homöopathika-Herstellern erhältlich) zu bringen, müsste dieser Tropfen in einem Wasserball von 5 Trilliarden Lichtjahren Durchmesser verdünnt werden.

Daraus lassen sich zwei Schlüsse ziehen:
1) Die homöopathische Potenzierung ist nichts weiter als potenzierter Schwachsinn. Es ist leicht erkennbar, dass in Hochpotenzen kein Wirkstoff mehr enthalten ist.
2) Da die Hersteller von Homöopathie sicher nicht zu doof zum Rechnen sind, verkaufen sie die hochpotenzierten Mittel im vollen Wissen um deren Unsinnigkeit und Unwirksamkeit. Oder anders gesagt: Es handelt sich um bewußten Beschiss ihrer Kunden.

Download:
Kalkulation von homöopathischen Potenzierungen
(konvertiert ins Excel-Format, da WordPress leider nicht die Speicherung von OpenOffice-Spreadsheets erlaubt)

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11 Antworten to “Potenzierter Schwachsinn”

  1. grafikpolizei Says:

    Hallo Spritkopf,

    Feines Sheet, das. Beizeiten werde ich mal eine schöne Infografik mit den zugrundeliegenden Zahlen machen. Da freue ich mich schon drauf :-)

  2. kramer Says:

    Hallo!

    Ist es aus Sicht der Homöopathen denn erforderlich, überhaupt nur einen Tropfen Urtinktur komplett in einer hohen Potenz zu verschütteln? Da entstehen doch auf dem Weg zum Endprodukt nebenbei so viele Liter Niederpotenzen, die weiterpotenziert werden können (deshalb ja auch der hohe Wasserverbrauch beim hypothetischen Komplettverschütteln). Das Endprodukt wird dann im Gewichtsverhältnis 1:100 auf die Zuckerkügelchen aufgebracht. 1g Globuli der Größe 3 (C-und D-Potenzen) sind 110 bis 130 Stück, man braucht also fast nichts.

    Gruß

    Kramer

  3. spritkopf Says:

    Es ist nicht nur nicht erforderlich, sondern auch gar nicht möglich, eine Hochpotenz aus einem Tropfen Urtinktur herzustellen.

    Lässt sich leicht mit dem Spreadsheet ausrechnen. Ein Tropfen Urtinktur würde mehr als das Vierzigtausendfache dessen an Wasser erfordern, was überhaupt auf der Erde vorhanden ist, wollte man ihn zur Gänze auf die von Hahnemann empfohlene D30-Potenz bringen.

  4. kramer Says:

    Ja, das ist mir klar. Aber was willst Du mit diesem Spreadsheet erreichen? Es veranschaulicht die aberwitzige Verdünnung, so wie die oft zitierte Aspirin im Ozean. Aber als Argument gegen die Homöopathie ist es nicht nutzbar. Wenn Du einem Homöpathen so eine Rechnung präsentierst, zuckt der mit den Schultern, weil er erstens auf Verdünnungen steht und zweitens niemand bei der Herstellung von Hochpotenzen so viel komplett verschüttelt.

  5. spritkopf Says:

    Wie du schon schreibst, soll das Spreadsheet der Veranschaulichung dienen. Dabei sind nicht so sehr die Homöopathen die Zielgruppe, sondern Menschen, die gar nicht genau wissen, was Homöopathie ist.

    Vor einiger Zeit wurde eine Umfrage zur Homöopathie gemacht. Ich habe die Zahlen gerade nicht greifbar, aber soweit ich mich erinnere, standen mehr als 50% der befragten Personen der Homöopathie aufgeschlossen gegenüber, aber deutlich weniger als 20% wußten mit den Begriffen Potenzierung und Ähnlichkeitsprinzip etwas anzufangen. Die H. ist immer noch als sanfte Naturmedizin mit geringen Dosierungen im Bewußtsein der Menschen. Dass „geringe Dosierungen“ in den weitaus meisten Fällen „kein Wirkstoff mehr vorhanden“ bedeutet, ist vielen nicht bekannt.

    Homöopathen davon zu überzeugen, dass die Homöopathie Blödsinn ist, halte ich fast für unmöglich. Die Homöopathie ist ein Glaubensmodell, welches weder von der Empirik (in Form von RCTs) noch von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen gestützt wird. Und wer sich nicht nur einem Glaubensmodell verschrieben hat, sondern auch noch davon lebt, ist meiner Erfahrung nach rationalen Argumenten nur schwer zugänglich. Er müßte zuviel von seinen bisherigen Überzeugungen über Bord werfen.

  6. Wolfgang Says:

    @Spritkopf „(konvertiert ins Excel-Format, da WordPress leider nicht die Speicherung von OpenOffice-Spreadsheets erlaubt)“

    Wir leben im 21. Jhdt und da gibt es tatsächlich schon Alternativen zu MS (nicht Multiple Sklerose, sondern Microsoft ;-) ), was du ja zum Glück auch schon bemerkt hast wie man am OO Hinweis sieht. Nicht zu fassen, dass WordPress kein Opendocument Format unterstützt!

    Ich habe aber einen noch cooleren Vorschlag: Importiere deine Tabelle in ein Google Drive Spreadsheet, welches du öffentlich machst. Dieses kannst du dann hier auf der Homepage einbetten („Datei“ – „Im Web veröffentlichen“). Ich glaube du kannst sogar einzelne Zellen editierbar machen, dann könnten deine Besucher sogar selbst daran schrauben ohne was kaputt zu machen ;-) Zudem kann es sich jeder als xls donwloaden oder gleich nach Drive importieren.

    Link: http://www.google.com/intl/de_at/drive/

  7. Wolfgang Says:

    Achso, ja, hier geht es direkt zu den Spreadsheets. Wenn Drive noch nicht kennst, ist das vermutlich der einfachere Weg: http://www.google.at/intl/de/sheets/about/

  8. Wolfgang Says:

    Ok, der letzte Nachsatz: Natürlich kann man es auch als Opendocument downloaden…

  9. Mareike Says:

    Hallo,

    ich war gerade auf der Suche nach hilfreichen Artikeln bezüglich der Verdünnung/Potenzierung von homöopathischen Heilmitteln. Dabei bin ich auf diesen Foreneintrag gestoßen. Ich interessiere mich sehr für die KLASSISCHE Homöopathie und beschäftige mich schon seit mehreren Jahren mit diesem Thema (ich selbst bin in der EDV tätig). Ich möchte gar nicht tiefgehend auf den ursprünglichen Beitrag eingehen. Ich denke er beruht auf einem nicht fundierten Wissen und verfehlt den eigentlichen Sinn der Homöopathie. Warum so etwas mit einem negativen „Unterton“ angesprochen werden muss weiß ich nicht. Und warum die Schulmedizin, die ja inzwischen wenn man ehrlich ist auch schon ein wenig von der Homöopathie „abguckt“, bei dem objektiven Betrachten des gesundheitlichen Zustandes der deutschen Bevölkerung weiterhin einen so „unangefochtenen“ Standpunkt behält weiß ich ebenfalls nicht. Es interessiert mich auch nicht besonders. Auf jeden Fall habe ich noch keinen Homöopathen gehört, der die Schulmedizin in dieser Art und Weise angreift. Beide haben Ihre Berechtigung und beide sind hilfreich. Die Schulmedizin ist in vielen Situation ein richtiger Segen für die Menschheit. Denken wir doch einmal an tolle Chirurgen, die Menschen nach einem Unfall wieder regelrecht zusammenflicken. Auch bei starken Vergiftungen, Organversagen und Sonstigem leistet sie bahnbrechende Erfolge, die mit der Homöopathie so nicht möglich wären. Gucken wir einmal auf die vielen „Zivilisationskrankheiten“, die schulmedizinisch „nur“ symptomatisch behandelt werden können (es ist ja keine Ursache erkennbar) dann finde ich es nicht falsch, sich für eine Alternativmethode interessieren zu dürfen. Und ganz ehrlich – die Erfolge sprechen doch für sich! Warum haben inzwischen ca. 80% der Deutschen bei steigender Reichtum-Armut-Schere schon heilpraktischen bzw. homöopathischen Kontakt gehabt bzw. interessieren sich dafür? Der Besuch muss meistens privat bezahlt werden wenn nicht die Zusatzversicherungen gewisse Anteile übernehmen. Wer kann sich eine Vollversicherung überhaupt noch leisten? Ich als Familienvater mit zwei Kindern jedenfalls nicht.

    So nun einmal zu Ihrer Rechnung, die ich – zumindest bis heute – anders verstanden habe. Ich versuche hier mein Wissen kurz zu beschreiben. Ich hoffe als Quereinsteiger, dass ich das Thema nicht total verfehle. Ich bitte dann natürlich um Richtigstellung. Potenzieren, verdünnen bzw. dynamisieren – die Begriffe werden in der Homöopathie auch oft anders verwendet. Wenn es nach Hahnemann geht, dann meinte er mit Potenzieren z. B. auch das gegen den Handteller „schlagen“ des Heilmittels, das in dem Falle natürlich das flüssige Heilmittel (Dilution) in einen geringfügig veränderten Potenzierungsgrad versetzt. Für die LM- bzw. Q-Dilutionen wird als Ausgangspotenz oft die C3-Potenz verwendet, die bei festen Ursubstanzen verrieben werden (Trituration). Ich versuche die Verdünnung an Ihrem Beispiel der D23-Potenz zu erklären. Ab diesem Potenzgrad ist übrigens statistisch bei der Hälfte der Mittel kein einziges Molekül der Ursubstanz mehr enthalten, da die Anzahl von einem Mol Molekülen (ca. 6 x 10hoch23 Moleküle) von der Anzahl der Verdünnungen „überholt“ worden ist. Wir reden in der Homöopathie auch nicht von der grobstofflichen chemischen Behandlung sondern von der feinstofflichen physikalischen Behandlung. Wir reden auch von Schwingungen der Ursubstanzen. Auch wenn das auf den ersten Blick unglaubwürdig erscheint – man sehe sich doch einmal die chemische Zusammensetzung des menschlichen Körpers an. Besteht er nicht aus ca. 10% aus Wasserstoff. Sieht man sich einmal das Wasserstoffatom an dann findet man einen Atomkern mit zwei Elektronen, die ihn umkreisen. Der Atomradius beträgt ca. 32 pm. Schaut man sich nun z. B. die Wasserstoffbrückenbildung an, dann findet man je nach Polarisierungsgrad einen Abstand von 120 bis 300 pm vor. Das heißt doch zwischen den Atomen ist in einer Entfernung von dem 4- bis ca. 10-fachen „Nichts“. Da das Wasserstoffatom (ähnlich wie das Heliumatom) das kleinste Atom ist sind die Abstände bei den anderen Elementen im menschlichen Körper sicherlich noch größer. Meiner Meinung wäre es ziemlich engstirnig, wenn man da keinen Einfluss der Heilmittel, trotzdem chemisch nichts nachweisbar ist, einsehen kann. Nun weiter zur Verdünnung. Sie schrieben, wenn ich es richtig verstanden habe, dass 20 ml Urtinktur 17,5 Tropfen sind. Zur Vereinfachung möchte ich mal einen Tropfen mit 1ml gleichsetzen. Verdünnt wird übrigens nicht unbedingt „nur“ mit Wasser – Herr Hahnemann hat da eher von Weingeist sprich Alkohol gesprochen. D-Potenzen werden wie auch C-Potenzen nach jedem Verdünnungsschritt mit 10 Schlägen verschüttelt.

    D1 = 1 Tropfen Urtinktur / 9 Tropfen Verdünnung = 1ml + 9ml = 10ml
    D2 = 1 Tropfen D1 / 9 Tropfen Verdünnung = 1ml + 9ml = 10ml (es bleiben 9ml sprich 9 Tropfen D1-Potenz zum weiteren Gebrauch übrig)
    D3 = 1 Tropfen D2 / 9 Tropfen Verdünnung = 1ml + 9ml = 10ml (es bleiben 9ml sprich 9 Tropfen D2-Potenz zum weiteren Gebrauch übrig)
    usw.
    D23 = 1 Tropfen D22 / 9 Tropfen Verdünnung = 1ml + 9ml = 10ml (es bleiben 9ml sprich 9 Tropfen D22-Potenz zum weiteren Gebrauch übrig)

    Wenn ich jetzt die Verdünnungen addiere dann benötigt man für 10 ml D23-Potenz ca. 23 x 9 Tropfen (9ml) Verdünnung = 207ml Verdünnung. Ein Fläschchen enthält normalerweise 10ml Dilution. Wenn man dann noch bedenkt, dass Globulis (Hahnemann verwendete Glubuligrößen, bei denen 100 Stück ca. 1 Gran (ca. 65g) wogen) mit dieser Dilution getränkt werden, dann erhält man sogar noch höhere Potenzierungsgrade. Mit einem Tropfen dieser Dilution können mindestens 500 Globulis dieser Grüße benetzt werden. D. h. jedes Globuli ist gegenüber der D23-Potenz noch einmal 500 fach verdünnt (500 x D23 -> ganz grob D25).

    Um ein Schnapsglas Wirkstoffextrakt auf D23 zu „potenzieren“, benötigt man nach meiner Rechnung ca. 414ml Verdünnungsflüssigkeit. Dies entspricht einem kleinen Wasserglas. Wenn wir bei Wasser bleiben dann wird bezüglich des hergestellten Heilmittels ca. das 20fache an Wasser benötigt – das ist ziemlich viel. Ich finde allerdings, dass ein Verbrauch von 30.000 Liter Trinkwasser je Kilogramm Rindfleisch weitaus bedenklicher ist.

    Meine Schlüsse aus der Berechnung sind:
    1)Über den von Ihnen genannten Schwachsinn möchte ich hier keine Meinung abgeben. Das statistisch kein Wirkstoff mehr enthalten ist das stimmt. Bedenken Sie aber dabei den von mir oben angesprochenen physikalischen Hintergrund.

    2) Die Unsinnigkeit und Unwirksamkeit von homöopathischen Mitteln kann ich nicht unterstreichen. Aus eigenen Erfahrungen habe ich andere Erkenntnisse erlangt. Ich habe z. Z. eine chronisch miasmatische Behandlung begonnen (LM18-Potenz) und ich finde das Mittel alles andere als unwirksam! Sicherlich kann man jetzt anfangen über Placeboeffekte zu sprechen. Auch hier spielen Gemütsymptome natürlich eine entscheidende Rolle. Durch Erfahrungen von Falschbehandlungen einiger Bekannter kann ich auch von negativen Erfahrungen berichten, die beachtliche und z. T. auch gefährliche Symptome hervorgebracht haben obwohl eine starke Kritik gegen die Homöopathie bestand. Was den, um bei Ihren Worten zu bleiben, bewussten Beschiss der Kunden angeht möchte ich einmal sagen, dass ich die leider oft nicht objektiven schulmedizinischen Studien in Frage stelle. In der Schulmedizin erleben wir z. Z. eine „Umschlagshäufigkeit“ des Wissens von ca. 5-7 Jahren. D. h. was heute aktuell ist ist in 5-7 Jahren überholt. Kann man darauf eine nachhaltige Behandlungsweise aufbauen? Was die Kosten angeht – da bin ich ganz nachdenklich. In Deutschland sterben jährlich ca. 850.000 Menschen an genau drei Krankheiten: Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Folgen und Krebs. Für das gesamte Gesundheitssystem werden jährlich ca. 400 Milliarden Euro ausgebeben. Alle anderen Industriezweige (Schiffbau, Automobil, Flugzeug, Rüstung) erwirtschaften diesen Umsatz noch nicht einmal zusammen. Wenn man sich den Verlauf der Pflegefälle ansieht und bedenkt, dass die Bundesregierung auch schon über Sterbehilfe diskutiert hat… ich finde es unfair, bin nachdenklich sogar ein wenig traurig darüber, dass man sich noch nicht einmal mit anderen Erkenntnissen auseinandersetzen möchte und gleich von Schwachsinn, Unsinnigkeit, Unwirksamkeit und Beschiss spricht. Niemand zwingt Sie, sich homöopathisch behandeln zu lassen, dann gestehen Sie doch anderen Menschen zu, sich homöopathisch behandeln zu lassen. Hahnemann hat in seinem Organon m. E. geschrieben, dass es egal ist wenn die Wirkung nicht erklärbar ist. Wichtig dabei ist doch, dass Menschen geheilt werden können – und das nebenwirkungsfrei. So unrecht hat er doch gar nicht, oder?

  10. Mareike Says:

    Nachtrag:
    Da ich „wie verrückt“ auf die homöopathische Potenzierung konzentriert habe ist mir die Tropfenmenge nicht so richtig durch den Kopf gehen lassen bzw. wer lesen kann ist im Vorteil.

    Sie schrieben ja auch, dass 1ml ca. 17,5 Tropfen sind. Das tut meiner Rechnung natürlich keinen Abbruch. Letztendlich muss meine genannte Tropfenanzahl nur mit 17,5 multipliziert werden. Dann passt wieder alles ;-).

    Viele Grüße von
    Mareike

  11. Mareike Says:

    Nachtrag II:
    Und – wer nicht zwei Themen auf einmal bearbeitet, der schreibt auch keinen Quatsch. Sorry es sollte natürlich heißen (mir fehlt hier die Korrekturmöglichkeit – manno :-():

    Da ich mich „wie verrückt“ auf die homöopathische Potenzierung konzentriert habe, habe ich mir die Tropfenmenge nicht so richtig durch den Kopf gehen lassen bzw. wer lesen kann ist im Vorteil.

    Letzter lieber Gruß von
    Mareike

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