„Wie kannst Du nur die Schaeffler verteidigen?“


Frage einer Freundin von mir: „Wieso verteidigst Du eigentlich so vehement diese Schaeffler-Sumpfschnepfe? Und das auch noch, wo die Blödzeitung ebenfalls…!“

Meine Antwort – sinngemäß (und nicht ganz so flüssig wie hier dargebracht): „Die Frau hat im vergangenen Jahr eine riskante Entscheidung getroffen, die sich nun als falsch erweist. Wenn sie jetzt eine staatliche Kreditbürgschaft beantragt, dann kann man das für falsch halten, aber man sollte Verständnis dafür aufbringen, daß sie versucht, ihre Firma zu retten. Von der sie ohnehin einen großen Teil an die Banken verlieren wird, wie es aussieht.“

„Und nebenbei – das Ausmaß, in dem sie von der Presse und auch der Blogosphäre schon fast mit blankem Hass angegriffen wird, das haben in der jüngeren Vergangenheit nur wenige Firmenmanager erfahren, allenfalls der Ackermann und der Zumwinkel, und das für ganz andere Handlungen. Nicht der Opelchef Demant, der ebenfalls ein paar Milliarden vom Staat haben will und der genau weiß, daß mindestens im Fall einer GM-Pleite ein Teil deutschen Steuergeldes seinen Weg in die USA finden wird. Nicht Commerzbankchef Blessing, der sein Institut blitzartig mit der ihm angetragenen Staatsknete ausstattete, sobald sie verfügbar war und der damit seine eigene, höchst wackelige Übernahme der Dresdner Bank absicherte. Noch nicht einmal Georg Funke, dessen Namen die wenigsten kennen und der dem deutschen Steuerzahler in Hauptverantwortung die 100-Milliarden-Scheiße mit der Hypo Real Estate eingebrockt hat, der trotzdem aber die Stirn hat, auf vollständige Auszahlung seiner Ruhebezüge zu klagen.“

„Und bei diesen ganzen persönlichen Angriffen unter der Gürtellinie, da frage ich mich wirklich, wieviel davon noch sachlichen Vorbehalten geschuldet ist und wieviel z.B. einer latent vorhandenen Frauenfeindlichkeit. Auch wenn ich gerne zugebe, daß für einen sesselfurzenden Lohnschreiberling, der im Leben noch keine Verantwortung für eine Firma getragen hat, eine Frau wie die Schaeffler schwer zu verkraften sein muß. Zumal, wenn sie in der Öffentlichkeit plötzlich Gefühle zeigt, wo sie das früher nicht getan hat.“

Kurze Pause. „Naja, so ganz unrecht hast Du nicht.“

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