Nochmal Sat1


Der still ruhende See hat sich innerhalb eines Tages in den Meeresstrudel der Charybdis gewandelt. Zu der Moritat von den Heuschrecken, die erwartungsgemäß bis zum Erbrechen wiederholt wurde, kamen noch andere Albernheiten wie z.B. die Klage darüber, daß man die Sendergruppe doch besser an Springer hätte verkaufen sollen oder die Kapitalismuskritik von (Tusch!) CSU-Generalsekretär Markus Söder, sehr schön zusammengefaßt vom Signalpiraten.

Man mag in der Einstellung der Nachrichtensendungen einen Paradigmenwechsel sehen, der die Ära der Freudlosigkeit im Fernsehen einläutet, wie Stefan Niggemeier es tut. Ich sehe darin nur ein paar Tralala-Formate, die keiner brauchte und die folgerichtig weggefallen sind. Eine „Nachrichtensendung“, die keine Nachrichten bringt, sondern banalen Schwachsinn, und die dem Zuschauer das durchschnittliche Weltbild des Big-Brother-Bewohners vermittelt, schadet mehr, als daß sie nützt.

Nett fand ich übrigens auch den Hinweis von Thomas Wiegold bei Stefan Niggemeier, daß die früher als Teufelszeug geltende Quote auf einmal der Stein der Weisen sein soll, wenn es um die Qualitätsbewertung von Fernsehprogrammen geht.

Davon abgesehen scheint die vielbeschworene gute Quote, die Sat1 am Mittag offenbar zuletzt hatte, auch nur Quote im Sinne des Wortes gewesen zu sein. Ein Anteil an der Gesamtzuschauerschaft nämlich. Und wenn die Gesamtzuschauerschaft klein ist, nützt auch eine hohe Quote nix – es sind absolut gesehen immer noch wenig Zuschauer. Gottlob, möchte man angesichts der in der Sendung verkündeten Dumpfheiten sagen.

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