Archiv für die Kategorie ‘Unglaublich’

Religion und Homöopathie

30. Oktober 2012

Wer sich mit Haut und Haaren einem irrationalen Glaubenssystem verschreibt, wird auch sonst nicht unbedingt die Werte rationalen Denkens feiern. Diese nicht sonderlich überraschende Erkenntnis bestätigt sich mal wieder in einer ZDF-Fernsehdoku zum Thema “katholische Kirche und Homosexualität”, auf die ich über das Atheist Media Blog stieß.

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Moderne Kommunikation

31. Dezember 2009

“Wozu brauchst Du eigentlich noch ein Festnetztelefon? Du machst doch eh alles mit dem Handy.”

“Stimmt, aber ich muß mich anrufen können, wenn ich mal wieder nicht weiß, wo in der Wohnung ich es liegengelassen habe.”

Zum Schweizer Plebiszit über Minarette

3. Dezember 2009

Ich stelle mir gerade vor, man hätte einen Volksentscheid hier in Deutschland durchgeführt und er wäre wie in der Schweiz ausgegangen. Was wäre das Ergebnis?

Artikel 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
(4) Der Bau von vergoldeten Türmchen ist verboten.

Glashaus? Steine?

29. November 2009

Bisher habe ich den Mediamarkt-Hofkasper immer für vollkommen humorfrei gehalten. Diesmal allerdings hat er einen richtigen Kracher gelandet.

Weltwirtschaft und die kleine Insel

26. Oktober 2009

Mit leichter Verspätung *hüstel* folgt eine kleine Nachlese zu meinem Lanzarote-Urlaub im September.

Fester Bestandteil jedes Kanarenurlaubs ist es, per Bus von einer Ecke seines Urlaubsortes zu einer anderen transportiert zu werden. Dazu gehören die Fahrten zwischen Flughafen und Hotel jeweils am Anfang und Ende der Reise, dazu gehören verschiedene Inselbesichtigungstouren. Bei mir war das nicht anders.

Während dieser Touren fuhren wir immer wieder durch einen Vorort von Playa Blanca, der fast ausschließlich aus Einfamilienhäusern besteht. Beim ersten Mal fiel mir noch nichts auf. Die Häuser sehen adrett aus, die Gärten weisen fast kein Grün auf, aber OK, dies hier ist Lanzarote: eine Vulkaninsel mit wenig Wasser. Ich hatte zwar ein undefinierbares Gefühl, daß etwas nicht stimmt, konnte es aber nicht greifen.


Adrett…

Bei der nächsten Fahrt kam mir schlagartig die Erleuchtung: In keinem der Häuser stehen Möbel, die Fenster haben alle einen leichten Schmutzschleier und vor keinem einzigen Haus steht ein Auto. Und ich erinnerte mich, daß es zwar die USA waren, die die großen Schlagzeilen von der Immobilienkrise produzierten, daß aber auch in Spanien eine ähnliche Blase mit lautem Knall geplatzt war. Das, was ich hier sah, war eines der traurigen Überbleibsel. Die gesamte Siedlung ist unbewohnt.

… und leerstehend

Mit diesem Aha-Erlebnis achtet man plötzlich auf verschiedene Anzeichen, die man auf der ganzen Insel findet: Fertige Häuser, die mit den leeren Räumen und verschmutzten Fenstern wie eine Kopie aus der beschriebenen Siedlung aussehen. Oder Häuser in verschiedenen Baustadien, die von ‘Grundplatte gegossen’ bis ‘fertig, aber noch keine Fenster drin’ reichen – und an nicht einem Haus wird gearbeitet.

Lanzarote3
Vorführhaus: gefüllter Swimmingpool und Verkaufsplakat

Später erzählte die Reiseleiterin auf einer Inselbesichtigungstour, daß Lanzarote von der Immobilienkrise nicht so stark betroffen sei wie andere Gebiete von Spanien. Und ich frage mich, wie es in Restspanien aussehen muß, wenn ein komplett leerstehendes Viertel als “nicht so stark betroffen” bezeichnet wird.

Radfahren

18. August 2009

Diesen Sonntag war ich einen Freund anfeuern, der am Wiesbadener Triathlon teilnahm. Einen Tag später fuhr er mit mir die Radstrecke im Auto ab. Dafür brauchten wir knapp anderthalb Stunden.

Wie der Sieger diese Strecke auf dem Rad in 2:17h – bei geschätzten 35°C und diesem Höhenprofil – bewältigen konnte, ist mir allerdings ein schieres Rätsel.

Kirmes

23. Juli 2009

Im Bierzelt. Dickstes Gewühle, ich trete einem blonden Mädel auf die Füße. Sie schreit auf und wimmert gekünstelt. Ich frage, ob ich pusten soll. Sie: “Das ist aber das Mindeste!” Ich gehe in die Knie (sehr schwierig bei dem Gedränge) und puste auf ihre in Sandaletten steckenden Füße. Als ich wieder aufstehe, fällt sie mir um den Hals, steckt ihre Zunge in selbigen.

Gleicher Ort, gleiche Menschenmassen, wenige Tage später. Es ist schwül, am Himmel hängt ein Gewitter, welches sich aber noch nicht entladen will. Ab und zu fallen ein paar Tropfen. Drinnen herrscht eine Luftmischung aus Sauna, tropischem Regenwald und, äähm, vollem Bierzelt.

Ein Herr in weißem Hemd unterhält sich mit seiner Nachbarin, spricht zwischendurch in seinen PDA wie ein Radioreporter beim Einfangen von Zeugenstimmen während einer Livereportage. Er bemerkt meinen interessierten Blick, hält es mir unter die Nase und befragt mich nach Name und meiner beruflichen Tätigkeit, vermutlich, weil das das Lokalkolorit ausmacht. Meine Antwort, wie immer sie auch ausgefallen sei, kommentiert er mit der süffisanten Feststellung, ich sähe ja wohl eher wie ein Buchhalter oder Bankangestellter aus. Das bestätige ich ihm flugs. In Wirklichkeit säße ich bei der Postbank am Schalter und würde die alten Omas bescheißen, indem ich ihnen 60 Cent abnähme, aber nur Briefmarken zu 50 Cent aushändigte. So hangelt sich das Gespräch dahin – amüsant, aber immer haarscharf an den Realitäten vorbei.

Er stellt mich seinen Bekannten vor, so der F., einer frechen Brünetten mit einem Froschbild auf dem T-Shirt, welches die üblichen Sprüche von Fröschen, die geküßt werden wollen, provoziert. Ich – ganz Gentleman, der ich bin – halte mich bei derlei sexistischem Schweinkram zurück. Die U., eine zurückhaltende Blonde, beantwortet den Schmäh mit leicht herablassendem Lächeln.

Ich schieße ein paar Handyfotos und R. (besagter weißbehemdeter Herr) unterstellt mir, ich würde das alles ins Internet stellen, sei vermutlich einer dieser berüchtigten Blogger, die über alles herziehen und keine Privatsphäre kennen. Der S. aus Mannheim, einer Brünetten mit strahlendem Lächeln sage ich, R. würde schon immer solche Geschichten über mich erzählen, schon seit dem Sandkasten, aus dem wir uns kennen würden. Muß aber später einräumen, daß das gelogen ist und wir uns hier das erste Mal sehen. Verspreche ihr aber, daß ich sie berühmt machen würde, worauf R. meint, die korrekte Formulierung lautete: “Ich bring’ Dich ganz groß raus!”

Kirmes halt.

NPD für Intoleranz

3. Juli 2009

Auf Zeit Online liest man, daß unter dem Motto “Mit Energie für Toleranz” ein Fußballspiel zwischen Energie Cottbus und Germania Storkow, einer Amateurmannschaft geplant war, jedoch auf Druck der NPD wieder abgesagt wurde, da diesem Drecksgesindel derem Landesvorsitzenden das Motto nicht gefiel.

Mal abgesehen von diesem peinlichen Einknicken von Energie Cottbus vor den Rechten – aber so direkt und explizit hat selten ein höherrangiger Neonazi-Schwachkopf NPD-Parteipolitiker zu verstehen gegeben, daß seine Partei für Intoleranz steht.


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