Archiv für die Kategorie ‘Kram und Gelump’

Auch nicht schlecht

16. Oktober 2009

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Rechtschreibprobleme in Hamburg

12. Oktober 2009

Es gibt vieles an Spiegel Online zu kritisieren. Daß sie mit leichter Hand Fakten und Meinung vermischen und dabei auch mal wichtige Fakten unterschlagen, wenn sie nicht in die Diktion des Artikels passen. Oder die typische Spiegel-Schreibe, die schon in den 80ern unter anderem von Wolf Schneider angeprangert wurde. Eines allerdings war – bisher jedenfalls – in den Artikeln aus Hamburg nahezu perfekt: Die Rechtschreibung.

Um so mehr fällt dieser Artikel auf. Man findet Kommafehler, ‘das’ mit falschem Doppel-S und ein Bindestrich-Chaos wie der „Doe-Run Manager“ im Gegensatz zum „Doe Run-Besitzer“. Eine Sprachblüte wie diese ist die Krönung: „Ob das dem Milliardenschweren Doe Run-Besitzer Ira Rennert interessiert, bezweifelt Umweltaktivist Miguel Curi allerdings.“ [sic]

Spiegel, du läßt nach.

Vorhersage

5. Oktober 2009

Ich wette, die Zitationsrate dieses Artikels wird in den nächsten Tagen drastisch ansteigen. Und nicht in wissenschaftlichen Kreisen. Ähem.

Malen auf Raketen

20. August 2009

Markus Frick hatte ich bereits vorgestellt als das öh… Genie, welches Kleinanlegern 900 Euro pro Jahr dafür abnahm, daß er ihnen Aktien-Mailspam zuschicken durfte. Allerdings verstummten nie die Gerüchte, daß Fricks Kursraketen in Wirklichkeit mit ein bißchen Farbe aufgehübschte leere Hüllen seien.

Die Staatsanwaltschaft hegt nun den dringenden Verdacht, daß Frick offenbar selber fleißig mitgepinselt hat. Auf deutsch, viele der empfohlenen Aktien sollen von ihm aufgekaufte, wertlose Aktienmäntel gewesen sein, die ihm dann von seinen Jüngern zu Phantasiepreisen aus den Händen gerissen wurden. Wie lukrativ dieses Geschäft gewesen sein muß, läßt sich an den 80 Millionen Euro ermessen, die von der Staatsanwaltschaft sichergestellt wurden.

Mal schauen, wie es weitergeht.

Tips zum Abnehmen

9. August 2009

Für Männer: FdH, viel Sport.

Für Frauen: Sich von Männern zum Essen einladen lassen.

Die Berliner Frau

6. August 2009

Sie hat sich ihr Männerbild – und vor allem ihr Selbstbildnis – aus den alten Brigitte-Zeitschriften ihrer Mutter zusammenphantasiert, weswegen sie sich jetzt als taffe, aber gleichzeitig warmherzige Vollblutfrau ansieht. Gleichberechtigung ist ganz wichtig. Natürlich nur solange, wie es sich nicht um die Jagd nach dem letzten Stück Parmesan im Kühlschrank handelt.

Sie ist in Berlin geboren. Das heißt, eigentlich ist sie nicht in Berlin geboren, sondern in einem kleinen 70 km entfernten Kaff, welches keine Sau kennt. Oder in einem 700 km entfernten Kaff irgendwo tief im Schwabenländle, welches keine Sau kennt. Spielt aber keine Rolle – das kleine Kaff ist in ihrer Vorstellung längst nach Berlin eingemeindet worden. Und darum ist sie eine waschechte Berlinerin. Zweifelt jemand daran?

Als echte Berlinerin hat sie Schnauze und Herz. Berliner Schnauze heißt ungefähr soviel wie: Sich über allgemeine Anstandsregeln hinwegsetzen, mit der Eleganz eines Rüsseltiers durch den sprachlichen Porzellanladen zu tanzen und dann mit den Schultern zu zucken und zu sagen „ick komm’ halt aus Berlin, wa“. Und daß die Berlinerinnen ein Herz besitzen, werden – zumindest physiologisch – die wenigsten bezweifeln.

Der Berlinerin ist Status egal. Vor allem bei Männern. Sie steht allerdings auf Piloten und deswegen ärgert sie sich schwarz, wenn Berliner Männer ihr zwar verbal liefern, was sie verlangt, in Wirklichkeit aber keine 747 nach New York pilotieren, sondern beim Nachtsupermarkt an der Kasse sitzen. Solcher Frevel ist blitzschnell der Anlaß, ein bitterböses Essay über die Berliner Männer zu schreiben und in der Onlineausgabe einer großen deutschen Wochenzeitung zu veröffentlichen.

P.S.: In Wirklichkeit ist das oben geschriebene ein Haufen Bullenscheiße. Weder kenne ich die Berliner Frauen noch weiß ich, wie die so sind und ob man sie überhaupt über einen Kamm scheren kann. Aber da vorurteilsbehaftete Generalabrechnungen mittlerweile „in“ sind, schäme ich mich nicht. Oder nur ganz wenig.

P.P.S.: Berlinerinnen dürfen mir gerne schriftliche Abhandlungen darüber liefern, warum das oben geschriebene ein Haufen Bullenscheiße ist. Oder mich einfach wüst beschimpfen. Ich werde das dann unter „Berliner Schnauze“ verbuchen.

Unseren täglichen Frust gib uns heute

3. Juli 2009

Nach knapp drei Wochen regelmäßigem Schwimmen (Frau Hestitopia, nehmen Sie dies bitte zur Kenntnis!) war ich ja der Auffassung, daß ich so langsam auch mit dem Laufen beginnen könnte. Schon seit zwei Wochen liegen die Mizunos in der Ecke und glotzen mich erwartungsvoll an. Also den MP3-Player mit fetzigen Melodien aufgeladen, Sportklamotten und Schuhe an und los. 4 km sollten für den Anfang nicht zuviel sein, die traben wir doch gemütlich herunter.

Aber ach! Nach dem ersten Kilometer läuft ein unsichtbarer Peiniger nebenher und sticht mich permanent in die Seite, nach dem zweiten Kilometer scheint ein teuflischer Wissenschaftler sämtlichen Sauerstoff aus der Luft entfernt zu haben. Notgedrungen gehe ich den dritten Kilometer und japse dabei wie ein Kabeljau auf dem Fischfangmutterschiff kurz vor seiner Reinkarnation als Iglo-Fischstäbchen. Der vierte Kilometer wird mit kurzen Alibi-Zwischensprints (würde eine Weinbergschnecke sagen) im mittlerweile einsetzenden strömenden Regen absolviert.

Vollkommen klatschnass komme ich zuhause an und frage mich, wie ich es jemals schaffen soll, 15 km am Stück zu laufen. Arrgh.

NPD für Intoleranz

3. Juli 2009

Auf Zeit Online liest man, daß unter dem Motto „Mit Energie für Toleranz“ ein Fußballspiel zwischen Energie Cottbus und Germania Storkow, einer Amateurmannschaft geplant war, jedoch auf Druck der NPD wieder abgesagt wurde, da diesem Drecksgesindel derem Landesvorsitzenden das Motto nicht gefiel.

Mal abgesehen von diesem peinlichen Einknicken von Energie Cottbus vor den Rechten – aber so direkt und explizit hat selten ein höherrangiger Neonazi-Schwachkopf NPD-Parteipolitiker zu verstehen gegeben, daß seine Partei für Intoleranz steht.