31 Millionen Euro


… kostete der Umbau der Alten Vikarie des Bistums Limburg bis jetzt. Hier die Chronologie der Ereignisse, dargestellt aus Sicht des Bistums Limburg:

19.08.2012:

Für das gesamte Bauprojekt wurden 5,5 Millionen Euro eingeplant. [...] “Durch Unwägbarkeiten bei den Arbeiten an der historischen Bausubstanz, insbesondere bei der fachgerechten Sanierung der mittelalterlichen Mauern und der Alten Vikarie aus dem Jahr 1492, wird sich der angestrebte Kostenrahmen wohl nicht einhalten lassen.”, erklärt Tilmann Staudt.

03.12.2012:

Domkapitel, Bistum und Bischöflicher Stuhl hatten für den Bau des Zentrums, der bereits vor Amtseinführung von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst beschlossen wurde, mit einem Kostenrahmen von insgesamt 5,5 Millionen Euro gerechnet. [...] „Mit Blick auf den enormen Sanierungsbedarf an den historischen Gebäuden, den archäologischen Voruntersuchungen und der Bestandsicherung der historischen Mauer, können wir diesen Kostenrahmen nicht einhalten“, erklärte Tilmann Staudt.

28.06.2013:

Der aktuelle Kostenstand für die baulichen Maßnahmen im historischen Bestand – d. h. an der historischen Stadtmauer, dem ehemaligen Küsterhaus und der Alten Vikarie mit den zusätzlichen Räumen für Verwaltung – beläuft sich auf 9,85 Millionen Euro.

08.07.2013:

Der derzeitige Zwischenstand von 9,85 Millionen Euro ist eine Zwischensumme der Abschlagsrechnungen für diese Einzelprojekte. Doch vor dem endgültigen Abschluss der Rechnungsstellung der Einzelgewerke sind keine Kostenangaben möglich.

31.08.2013 (Brief des Bischofs Tebartz-van Elst):

Wo es etwa um die Kosten für das neue Bischöfliche Haus (Diözesanes Zentrum St. Nikolaus) geht, wird noch einmal ein genauerer Blick und die Überprüfung vieler Einzelheiten nötig sein.

07.10.2013:

Die Summe des gesamten Bauvorhabens im Zusammenhang mit der Errichtung und den Sanierungsmaßnahmen des Bischöflichen Hauses (Diözesanes Zentrum St. Nikolaus) wird auf rund 31 Millionen Euro beziffert. Dies ergab die für Oktober von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst angekündigte verwaltungsinterne Kostenrechnung, die am Montag, dem 7. Oktober 2013, im Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls festgestellt und erörtert wurde.

Hierbei handelt es sich lediglich um die auf der Bistumswebseite veröffentlichen Meldungen. Ursprünglich sollten die Baukosten nur zwei Millionen Euro betragen, wovon auf der Webseite nirgends die Rede ist. Und sowohl FAZ wie auch Spiegel Online mutmaßen schon, dass auch die 31 Millionen nicht den Endstand darstellen würden, sondern durchaus noch einige Milliönchen hinzukommen könnten.

Man könnte nun fragen, wie innerhalb von 10 Monaten aus 5,5 Millionen Euro (plus einem nicht bezifferten Zuschlag für Baukostenüberschreitungen) plötzlich 31 Millionen werden können. Ich mache es mir einfach und zitiere aus einer Meldung des Bistums vom August vergangenen Jahres zu einem vorangegangenen Spiegel-Artikel, der in ungewollt satirischer Form die Antwort liefert:

Erneut wird durch den “Spiegel” versucht, dem Bischof von Limburg ein unsauberes Finanzgebaren zu unterstellen, bzw. der Verschwendung von Bistums- und Kirchenvermögen zu bezichtigen. Bei einer journalistischen Ansprüchen genügenden Recherche und einer ebenso sauberen journalistischen Verwendung aller vom Bistum zur Verfügung gestellten Informationen, dürfte ein derart auf Halbinformationen, Fehlinterpretation und Spekulationen basierender Text nicht zustande kommen.

Dass es angesichts dieses Desasters immer noch Schäfchen gibt, die an Tebartz-van Elsts Gebaren nichts Verwerfliches finden, ist nur für diejenigen verwunderlich, die noch nie etwas vom “Katholischen Nachrichtendienst” kath.net gehört haben. Hier ein mit vielen positiven Bewertungen versehener Kommentar des Users “frieder” (den ich an dieser Stelle vollständig zitiere, weil Userkommentare bei kath.net nach einer gewissen Zeit unsichtbar geschaltet werden):

Armer Bischof
Ich finde nicht, dass diese Summe allzu hoch ist. Schließlich kommt die Einrichtung ja als Begegnungsstätte allen Gläubigen zugute und unter seinem Vorgänger wurde lange Zeit nichts investiert.
Leider scheint die perfide Propaganda mancher kirchenfeindlichen Medien langsam auch unter Gläubigen zu verfangen. In der Krise zeigt sich, auch hier im Forum, welche Schafe fest zum Herrn stehen und wer sich als Wolf im Schafspelz entpuppt.
Deshalb: Lasst uns Treu an der Seite des Bischofs stehen und beten wir für ihn!

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Eine Antwort to “31 Millionen Euro”

  1. Rene Says:

    Bei solchen Feinden brauche ich keine Freunde mehr. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten. Er ist jeden Cent wert.

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